Prävention muss höhere Priorität bekommen

Prävention muss eine Pflichtaufgabe der Österreichischen Gesundheitskasse werden. Schließlich heißt sie Gesundheitskasse und nicht mehr Krankenkasse!

Vorweg – wir haben ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, aber bei der Prävention ist noch Luft nach oben. „Fast täglich werden Aussagen zu notwendigen Reformen im Gesundheitsbereich gemacht, von Berufenen und von solchen, die sich berufen fühlen. Selten steht aber dabei das Thema Prävention im Zentrum der Diskussion – das muss sich sehr rasch ändern“, unterstreichen Pühringer und Ebner, denn Prävention sei der zentrale Punkt, um das Gesundheitssystem mittel- und langfristig finanzierbar zu halten. Derzeit wird in Österreich nur ein geringer Teil der Gesundheitskosten für Prävention ausgegeben. Österreich hat das drittteuerste Gesundheitssystem in Europa – bei der Zahl der gesunden Lebensjahre hinken wir im EU-Vergleich mit knapp 61 Jahren allerdings hinterher (EU-Schnitt ca. 63 Jahre).

„Wenn der neue Name nicht nur ein Marketing-Gag sein soll, dann muss Prävention zur Pflichtaufgabe der ÖGK werden, wenn nötig auch durch ein eigenes Präventionsgesetz“, betonen Landesobmann LH a. D. Dr. Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Mag. Franz Ebner.

Wenn hier nicht rasch eine Änderung erfolgt, wird die langfristige sichere Gesundheitsfinanzierung zu einem großen Problem. „Wir sind überzeugt, dass sich Ausgaben für die Prävention auch wirtschaftlich rechnen und aus ökonomischer Sicht mittel- und langfristig sogar von größter Bedeutung sind“, so die beiden. Denke man nur an die Volkskrankheit Übergewicht, eine der häufigsten und auch teuersten Ursachen für viele Krankheiten. Ohne Präventionsmaßnahmen wird sich wohl nichts verändern, das lehrt die Vergangenheit.

Der OÖ Seniorenbund macht in diesem Zusammenhang auch erneut auf seinen schon seit Jahren gemachten Vorschlag aufmerksam: Die Einführung eines Gesundheitspasses mit allen wichtigen Daten und Untersuchungen sowie eines Bonus-Malus-Systems in der Krankenversicherung. Wer regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen macht und auf einen gesunden Lebensstil achtet, soll belohnt werden (Beispiel SVS – Reduktion des Selbstbehalts beim Erreichen von Gesundheitszielen, Gesundheitshunderter, etc.). „Autos werden regelmäßig zum Service gebracht und benötigen ein Pickerl, das ist selbstverständlich. Bei unserer eigenen Gesundheit sollte uns Vorsorge und Kontrolle noch viel wichtiger sein“, betonten Pühringer und Ebner.

„Wenn wir sofort beginnen, endlich in die Prävention zu investieren, können wir in 10 Jahren bereits die Früchte ernten, sowohl was den Gesundheitszustand der Menschen als auch die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems betrifft“, sind sich Pühringer und Ebner sicher.

Es sei logisch, dass sich hier Seniorenorganisationen zu Wort melden, nachdem im vergangenen Jahr die Pensionisten als einzige Gruppe eine spürbare Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge zur Kenntnis nehmen mussten. „Es ist logisch, dass im höheren Alter die Krankenversicherung eine wesentlich höhere Bedeutung bekommt, als in jüngeren Jahren, und auch, dass sie kostenintensiver ist, nur war das immer so und ist den heutigen Senioren nicht vorzuwerfen“, schließen Pühringer und Ebner.

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