Kein Kompromiss bei Diskussion um Bargeldabschaffung

Die Ankündigung der EU-Kommission, Bargeldzahlungen von mehr als 10.000 Euro zu verbieten, sorgt insbesondere bei den SeniorInnen für Unsicherheit.

Der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes, LH a.D. Dr. Josef Pühringer, sowie der Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner beziehen klar Stellung und sprechen sich deutlich gegen dieses Vorhaben aus. „In dem Vorstoß der EU-Kommission sehen wir den ersten Schritt zur Abschaffung der Banknoten, welchen wir mit Sicherheit nicht ohne Weiteres hinnehmen werden. Nur weil viele Zahlungen bereits via Online-Banking oder per Kredit- beziehungsweise Bankomatkarte getätigt werden, heißt das nicht, dass unsere Gesellschaft auf Bargeld verzichten kann. Vor allem für die Generation 60+, die nach wie vor den Großteil der finanziellen Aufwendungen mit Bargeld begleicht, hätte dieses Szenario schwerwiegende Folgen.“, so Pühringer. 

Jahrzehntelang hat das Bargeld den Umgang der heutigen Seniorinnen und Senioren mit dem Geld geprägt. „Mit der Einführung einer Obergrenze von Bargeldzahlungen wären viele ältere Bürgerinnen und Bürger überfordert. Viele besitzen noch gar keine Bankomat- oder Kreditkarte, geschweige denn haben einen Zugang zu Online-Banking. Bei all dieser Diskussion vermissen wir als Seniorenvertretung die Einbeziehung der Generation 60+“, stellt Ebner klar.

„Natürlich sollen die Weiterbildungsangebote im bargeldlosen Zahlungsverkehr für die Seniorinnen und Senioren weiter forciert werden, jedoch nur im Rahmen eines zusätzlichen Angebotes und nicht als Ersatz von Bargeldzahlungen.“, schließt Pühringer ab. 

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