Schleichende Enteignung der Senioren

Die kleinen Sparer zahlen die Zeche der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB)!

„Die Auswirkungen der nun schon über ein Jahrzehnt andauernden Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank führt zu einer schleichenden, brutalen Enteignung, vor allem der kleinen Sparer, von denen es gerade bei den Seniorinnen und Senioren sehr viele gibt. In den vergangenen 10 Jahren haben die Sparer auf dem praktisch unverzinsten Sparbuch real 20 Prozent ihres Kapitals verloren. Nun steigt sogar wieder die Inflation und der Verlust der Sparer wird damit noch größer“, betont der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes, LH a. D. Dr. Josef Pühringer.

„Große können sich durch Sondersparformen helfen oder legen ihr Geld in Immobilien an. Seniorinnen und Senioren, die sich zum Teil 20, 30, oder 40.000 Euro als eiserne Reserve mühsam erspart haben, verlieren jedoch Jahr für Jahr an Kapitalwert. In Wahrheit ist dies eine hohe Vermögenssteuer, die die kleinen Sparer, insbesondere auch die Seniorinnen und Senioren, zahlen! Natürlich ist es schön für Investoren, wenn es billige Kredite gibt, auch für verschuldete Länder und Gemeinden, die sich auf diese Weise, aufgrund der Null-Zins-Politik rasch ohne Einsparungen, entschulden können, aber das alles geht zu Lasten derer, die für ihr Erspartes nichts bekommen, sondern Jahr für Jahr sogar noch an Substanz verlieren!“, ergänzt Pühringer.

„Da haben wir Seniorinnen und Senioren und kleine Sparer auf europäischer Ebene zu wenig Lobbyisten! Die unfaire Finanzpolitik gegenüber kleinen Sparern muss nach mehr als 10 Jahren ein rasches Ende finden!“, verlangt der OÖ Seniorenbund mit Landesobmann Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner. „Weil die über 60-Jährigen nicht langfristig veranlagen können, da sie bei Investitionen das Geld oft für kurzfristige Anschaffungen in der Wohnung, beim Haus, oder etwaige Renovierungsarbeiten benötigen.“, so Pühringer.

Wie hart sich diese Zinspolitik auf Senioren auswirkt, zeigt ein simples Rechenbeispiel: Wer vor 10 Jahren ein Sparkapital von 40.000 Euro hatte, hat mittlerweile mehr als 8.000 Euro verloren, das ist für Bezieher kleiner und mittlerer Pensionen sehr, sehr viel Geld! „Daher muss diese Null-Zins-Politik ein rasches Ende finden, die Pensionserhöhungen in den letzten Jahren haben diese Verluste bei Weitem nicht ausgeglichen!“, so Pühringer abschließend.

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