Lockerungen in Pflegeheimen

OÖ Seniorenbund stellt sich hinter Forderungen von Pflegevertretern!

Dass die Alten- und Pflegeheime von den weiteren Lockerungen der Corona-Einschränkungen ausgenommen sind, stößt beim OÖ Seniorenbund auf großes Unverständnis. „Während ab 1. Juli mit weiteren Lockerungen das gesellschaftliche Leben zurückkehrt, bleiben in Heimen die restriktiven Bestimmungen bestehen. Gerade die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen, die ohnehin bereits mehr als ein Jahr lang ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum einschränken mussten, sehnen sich danach, wieder Besuche ohne Einschränkungen empfangen zu können.“, weisen Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner darauf hin, die Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime nicht zu vergessen.

„Die Maßnahmen stehen mit der aktuellen Risikolage nicht mehr im Verhältnis. Während Feiern und Großveranstaltungen richtigerweise wieder möglich werden, sind Besuche von Seniorinnen und Senioren in den Pflegeeinrichtungen nur unter Einschränkungen möglich. Da kann von Verhältnismäßigkeit keine Rede sein.“, so Pühringer weiter. „Eine Lockerung der Bestimmungen haben sich auch die geforderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient, die natürlich mit dem Unmut der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Angehörigen konfrontiert sind, wenn es zu keinen Öffnungen kommt.“

Zwei Gründe sieht der Landesgeschäftsführer des OÖ Seniorenbundes für wesentlich, die für eine weitere Lockerung sprechen. „Neben der ohnehin hohen Durchimpfungsrate in den österreichischen Alten- und Pflegeheimen kommt der aktuelle Rückgang der Infektionszahlen hinzu. Unseres Wissens nach, gibt es in allen Alten- und Pflegeheimen österreichweit aktuell einen Coronafall. Diese zwei Entwicklungen müssen nun dazu führen, dass die angekündigten Lockerungen auch auf die Pflegeeinrichtungen übergreifen.“, stellt Ebner die Sicht des OÖ Seniorenbundes klar.

Bildquelle: Rido/Shutterstock.com