OÖ Seniorenbund fordert faire Pensionserhöhung 2022

Nach Veröffentlichung der maßgeblichen Inflationsrate von 1,8 Prozent sind de facto die Verhandlungen über die Pensionserhöhungen 2022 eröffnet.

Für den OÖ Seniorenbund sind laut Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner folgende Eckpfeiler von besonderer Bedeutung, wissend, dass nach der Pandemie „die Bäume nicht in den Himmel wachsen können“.

„Die Inflationsrate sollte allen Pensionsbeziehern abgegolten werden. Das ist nicht nur fair, sondern vor allem damit begründet, dass gerade jene Güter des täglichen Lebens, die in erster Linie von den Seniorinnen und Senioren benötigt werden, im Schnitt höher steigen, als die durchschnittliche Inflationsrate, beispielsweise durch die Gesundheitsausgaben. Bezieherinnen und Bezieher kleinerer Pensionen, die von den erhöhten Lebenserhaltungskosten naturgemäß am meisten betroffen sind, sollten zur Inflationsrate noch eine zusätzliche Aufstockung bekommen. Da geht es um Armutsbekämpfung im Seniorenbereich – dies soll in erster Linie durch die Erhöhung der Ausgleichszulage erfolgen. Damit erreicht man aber nur die Bezieherinnen und Bezieher der Niedrigstpensionen. Auch für jene, die knapp über dem Ausgleichszulagenrichtsatz liegen braucht es ein „Zubrot“.“, betonen Pühringer und Ebner. „Denn auch diese sind durch die Erhöhung der Lebenshaltungskosten stark betroffen. Systematisch richtigerweise sollte diese Sozialleistung finanziert werden, aber für uns ist entscheidend, dass die Betroffenen jedenfalls mehr als die Inflationsrate bekommen.“ 

„Man darf nicht vergessen“, so Pühringer und Ebner, „dass die Bezieher kleiner Pensionen sofort das erhaltene Geld fast zur Gänze wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückführen, weil sie es für das tägliche Leben brauchen! Darüber hinaus soll nicht vergessen werden, dass gerade sehr viele Seniorinnen und Senioren durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank jedes Jahr - und das schon über ein Jahrzehnt - mehr an Substanz ihrer kleinen Sparguthaben verlieren, als ihnen die Pensionserhöhung wahrscheinlich bringt.“ 

„Seniorinnen und Senioren brauchen keine Geschenke – aber Fairness! Vor allem sollen die Bezieher kleiner Pensionen mit ihrem bescheidenen Pensionseinkommen auch ein gutes Auskommen haben, denn sie haben durch ihre jahrzehntelange Arbeit zum heutigen Wohlstand entscheidend beigetragen“, betont Pühringer abschließend.

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