Senioren sind der Erfolgsfaktor für die bevorstehenden Wahlen

Der OÖ Seniorenbund sieht es als seine Aufgabe sich für die Anliegen und Wünsche der Generation 60+ einzusetzen.

Bei den kommenden Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 26. September werden die Seniorinnen und Senioren eine politische Größe darstellen, wie sie es noch nie gewesen sind. Ihr Anteil am Gesamtwählerpotential steigt im Vergleich zu den Wahlen im Jahr 2015 stark an. Der Oberösterreich-Wert für den Seniorenanteil – Durchschnitt aller Bezirke – liegt bei 34,8 Prozent. Im Jahr 2015 lag dieser Wert noch bei 29,7 Prozent. 

Das Verhältnis zwischen jungen Erwachsenen, Erwachsenen und Senioren verschiebt sich 

„Die Wahlberechtigten verlagern sich nach und nach zu den über 60-Jährigen, die einen deutlich größeren Anteil ausmachen, als beispielsweise die Jungwähler. Während die Altersgruppe der 16 bis 29-Jährigen 196.000 Wahlberechtigte stellt, so sind es bei den über 60-Jährigen bereits 384.500. Die Wahlberechtigten zwischen 30 und 59 Jahren werden mit 521.000 beziffert, wobei gesagt sein muss, dass viele davon in den nächsten Jahren ebenfalls den 60. Geburtstag feiern werden. Damit wird den Seniorinnen und Senioren eine neue Rolle zuteil, nämlich jene als bedeutender Faktor bei den anstehenden Wahlen“, so Pühringer. 

Franz Ebner führt das Team des OÖ Seniorenbundes an 

Mit Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner präsentiert der OÖ Seniorenbund seinen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Herbst. Mit ihm kandidieren als weitere Seniorenvertreter für den Wahlkreis Linz-Umgebung, Josefine Richter und Gerhard Niel, für das Hausruckviertel, Hans Feizlmayr, für das Mühlviertel, Walter Berger, für das Innviertel, Hedwig Bauer sowie für das Traunviertel, Laura Straub. Ziel ist es, jene Themen aufzuzeigen, die für die Generation 60+ von hoher Bedeutung sind. 

Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer sieht die Kandidatinnen und Kandidaten für die Aufgabe bereit, die Anliegen der Seniorinnen und Senioren mit Kompetenz und Engagement zu vertreten. „Die nominierten Kandidatinnen und Kandidaten haben bereits in der Vergangenheit mit ihrem großen Engagement bewiesen, dass Ihnen die Anliegen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger am Herzen liegen und dass sie für die verantwortungsvolle Aufgabe als Interessensvertreter der Generation 60+ bestens geeignet sind.“, so Pühringer. 

Gesundheit, Pflege und Digitalisierung als Schwerpunktthemen 

Bei der thematischen Ausrichtung liegen die Schwerpunkte auf den Themen Gesundheit, Pflege und Digitalisierung. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass die Menschen in unserem Land immer älter werden, sind eine nachhaltige Absicherung der wohnortnahen medizinische Versorgung sowie die Verankerung der Prävention in der Gesundheitspolitik von hoher Bedeutung. Die Veränderung der Altersstruktur stellt zudem das Pflegesystem vor eine große Herausforderung. Der OÖ Seniorenbund fordert daher neben einer Personaloffensive auch eine langfristige Absicherung der Pflege und eine größere Gewichtung der Leitlinie „mobil vor stationär“. Vor allem die Unterstützung und Entlastung von pflegendem Angehörigen spielt hier eine wichtige Rolle. 

Die Digitalisierung und der Erwerb digitaler Fähigkeiten von Seniorinnen und Senioren stellt einen weiteren Schwerpunkt der Themenlandschaft des OÖ Seniorenbundes dar. Eine breit angelegte Informationskampagne über die Möglichkeiten und die Bedeutung der Digitalisierung, ein niederschwelliges Angebot zur digitalen Weiterbildung oder eine flächendeckende und leistungsfähige digitale Infrastruktur für ganz Oberösterreich sind konkrete Maßnahmen, um die Generation 60+ bei der Digitalisierung zu begleiten. 

„Natürlich behandelt unser Programm für die Oberösterreich-Wahl noch viele weitere Themen wie Sicherheit, Altersarmut oder Mobilität. Als Schwerpunkte sehen wir aber gerade jene Bereiche, die zukünftig die größten Herausforderungen für die Seniorinnen und Senioren darstellen. “, erläutert Ebner die Wahl der Schwerpunktthemen. 

Seniorenbund-Kandidaten in möglichst allen Gemeinden 

„Was die Wählerpotentiale anlangt, gilt natürlich für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in den oberösterreichischen Gemeinden dasselbe wie für die Landtagswahlen. Auch in den Gemeinden stellen wir ein Drittel der Wählerinnen und Wähler.“, stellt der Obmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Dr. Josef Pühringer klar. 

„Der Gemeinderat ist jenes politische Gremium, das unmittelbar mit den Menschen vor Ort in Kontakt ist und das eigene Lebensumfeld mitbestimmt. Entscheidungen die im direkten Zusammenhang mit seniorenrelevanten Themen wie Pflege, Mobilität oder Gesundheitsversorgung stehen, werden hier getroffen. Daher wollen wir auch in allen Gemeinden als Seniorenbund auf der ÖVP-Liste kandidieren und zwar zumindest mit einem Kandidaten an wählbarer Stelle. Der Seniorenbund verfügt über genügend aktive, engagierte und interessierte Senioren, die für die Funktion eines Gemeinderates oder einer Gemeinderätin bestens geeignet sind.“, definiert Pühringer das Ziel des OÖ Seniorenbundes. 

Pühringer hebt hervor, dass ein neuer Blick auf die Seniorinnen und Senioren dringend notwendig sei. „Um die Seniorinnen und Senioren muss man sich nicht nur sorgen und sie schützen – sie wollen vor allem aktiv mitgestalten und mitbestimmen. Das Bild der Seniorinnen und Senioren hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Bei Seniorinnen und Senioren reden wir nicht von den entenfütternden Personen im Park, sondern von selbstbestimmten Menschen, die einen enormen Beitrag für die Gesellschaft leisten und mit ihrer Erfahrung in den politischen Gremien Vieles bewegen können“, so der Landesobmann. 

„Die politische Mitbestimmung der Senioren kann nur gesichert werden, wenn es sowohl in den gesetzgebenden Gremien auf Bundes- und Landesebene sowie in den Gemeinden künftig Seniorenvertreter gibt. Denn nur Seniorinnen und Senioren beziehungsweise ihre Interessenvertreter können sich wirklich in deren Situation hineinversetzen. Der OÖ Seniorenbund verfügt in den Gemeinden über genügend geeignete Kandidatinnen und Kandidaten, deshalb ist es uns ein Anliegen, dass sie auch die Meinung der Generation 60+ an der richtigen Stelle vertreten können“, argumentiert Pühringer. 

 

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LGF Mag. Franz Ebner (OÖ Seniorenbund Landesgeschäftsführer) mit LH a.D. Dr. Josef Pühringer (Landesobmann OÖ Seniorenbund). (Bildquelle: OÖ Seniorenbund)