Wirtschaftsfaktor Senioren

Der OÖ Seniorenbund überreichte Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner die Studie „Wirtschaftsfaktor Senioren“.

„Die Seniorinnen und Senioren werden stets als Kostentreiber des öffentlichen Finanzhaushaltes, vor allem in Hinsicht auf das Gesundheits- und Pensionssystem, bezeichnet. Sich auf diese Sicht der Dinge zu beschränken, würde ein verzerrtes Bild der Seniorinnen und Senioren zeigen. Statt sie als Kostenfaktor zu sehen, müsse künftig der Blick auf die wirtschaftliche Relevanz der Generation 60+ gelenkt werden!“, sieht der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Dr. Josef Pühringer das Bild der Gesellschaft hinsichtlich der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger als unvollständig. 

Aus dieser Diskussion heraus beauftragte der OÖ Seniorenbund die beiden Wirtschaftsexperten Dr.Dr.h.c.mult. Friedrich Schneider und Dr. Elisabeth Dreer eine Detailuntersuchung des Wirtschaftsfaktors 60+ anhand des Beispiels OÖ Seniorenbund durchzuführen. Die nun vorliegenden Ergebnisse wurden vom Präsidium des OÖ Seniorenbundes mit Landesobmann Pühringer, dessen Stellvertreter Josefine Richter, Ursula Voglsam, LAbg. a.D. Arnold Weixelbaumer und Hans Feizlmayr sowie Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner an Landesrat Markus Achleitner überreicht.

Ein Viertel aller Konsumausgaben der Österreicherinnen und Österreicher, welche mit insgesamt mit 196,75 Milliarden Euro beziffert werden, sind auf die Generation 60+ zurückzuführen. Der Großteil davon, fließt direkt in die heimische Wirtschaft. Zudem steht die Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen mit durchschnittlich 2.210€ an monatlichen Haushaltsausgaben, an der Spitze des Vergleichs unter den Altersgruppen. Aber auch anhand des Beispiels des OÖ Seniorenbundes wird klar ersichtlich, welche Bedeutung den Seniorinnen und Senioren im Zusammenhang mit der Wirtschaft zukommt. Die Seniorenorganisation lukriert einen inländischen Nachfrageeffekt in der Höhe von 62 Millionen Euro und schafft weitere induzierte Nachfrageeffekte von 78 Millionen Euro. Dieser volkswirtschaftliche Effekt kann nur durch den Einsatz der rund 11.000 ehrenamtlich tätigen Funktionärinnen und Funktionären des OÖ Seniorenbunds erbracht werden, deren Arbeitseinsatz mit rund 24 Mio. Euro bewertet wird.

„Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Seniorinnen und Senioren auch für die Wirtschaft und den inländischen Konsum von hoher Bedeutung sind. Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir unserem Wirtschaftslandesrat natürlich keinesfalls vorenthalten und bitten darum, sie bei zukünftigen Entscheidungen stets mitzudenken.“, so Ebner.

Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer (4.v.l), dessen Stellvertreter Josefine Richter (2.v.r.), Ursula Voglsam (3.v.l), LAbg. a.D. Arnold Weixelbaumer (2.v.l.) und Hans Feizlmayr (1.v.l.) sowie Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner (1.v.r.) überreichen Landesrat Markus Achleitner (3.v.r.) die Studie „Wirtschaftsfaktor Senioren“ (Bildquelle: OÖ Seniorenbund)