OÖ Seniorenbund für Abgaben und Steuern freies Arbeiten im Alter

Vorschlag von Wirtschaftslandesrat Achleitner ist eine praktikable Lösung.

Vorschlag von Wirtschaftslandesrat Achleitner ist eine praktikable Lösung.

 

Die Seniorinnen und Senioren, vor allem die „Jungsenioren“, können tatsächlich zu den bestehenden Problemen des Arbeitsmarktes, Stichwort Fachkräftemangel, einen wesentlichen Beitrag leisten. Deshalb fordert der OÖ-Seniorenbund schon seit langem, dass arbeiten in der Pension attraktiver gemacht wird als es derzeit der Fall ist.

Es muss die Pension in voller Höhe weiterlaufen und der Zuverdienst sowohl Abgaben als auch Steuer frei möglich sein“, fordert Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer.

 

Der von Wirtschaftslandesrat Achleitner gemachte Vorschlag ist akzeptabel, aber es müssen auch für die Seniorinnen und Senioren die übrigen Rahmenbedingungen verbessert werden. Deshalb fordert der OÖ Seniorenbund zusätzlich:

 

  • Streichung des Pensionsversicherungsbeitrages bei freiwilliger Erwerbstätigkeit neben der Alterspension (alternativ Anhebung des sogenannten Höherversicherungsbetrages, wodurch sich die Alterspension erhöht)
  • Erhöhung der Zuverdienstmöglichkeiten bei vorzeitiger Alterspension durch Anhebung auf die doppelte Geringfügigkeitsgrenze
  • Etablierung flexibler Arbeits(zeit)modelle für Menschen in Alterspension
  • Schaffung von Möglichkeiten, vom Arbeitsleben in die Pension „einzugleiten“
  • Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze, die den physischen Fähigkeiten entsprechen

 

In dem Kreis der jungen Seniorinnen und Senioren liegt ein enorm großer Experten- und Erfahrungsschatz. Gerade deshalb können Seniorinnen und Senioren ganz klar bei dem aktuellen Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt helfen. Es muss sich für diese nur lohnen“, stellen Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR. Mag. Ebner fest.

 

Eines wollen Seniorinnen und Senioren garantiert nicht: jungen Leuten die Arbeit wegnehmen. Aber, wenn Not am Mann oder der Frau ist, helfen Sie gerne das Problem zu lösen. Denn, wie in der von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner präsentierten market-Umfrage vorgerechnet wurde, würden bei attraktiver Arbeitsmöglichkeit die Seniorinnen und Senioren bis zu 9.000 Arbeitskräfte bilden. 

 

Pühringer sieht in der Möglichkeit Senioren ein attraktives „Weiterarbeitsangebot“ zu machen, auch, zumindest vorübergehend, eine Chance im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe die große Lücke an Arbeitskräften zumindest kurzfristig kleiner zu machen. Wenn es gelingt, dass vor allem Pflegekräfte Teilzeitarbeit auch in der Pension leisten. Denn es kann nicht so weitergehen, dass mehr als 1000 Pflegeplätze allein in den oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen wegen Personalmangels nicht besetzt werden können.

 

„Sollte jetzt der Zeitpunkt kommen, die Arbeit neben der Alterspension zu attraktiveren, ist es uns recht! Wir laden dazu alle Seniorinnen und Senioren ganz herzlich ein, sich als „Seniorexperts“ am Arbeitsmarkt einzubringen“, so Pühringer und Ebner.



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