Senioren sind in der digitalen Welt angekommen

OÖ Seniorenbund und emporia über die Bedeutung von digitalen Hilfsmittel für die Generation 60+.

Die Anwendungsmöglichkeiten, die der digitale Fortschritt mit sich bringt und die auch für das Smartphone geeignet sind, reichen von elektronischen Amtswegen bis hin zum Einsatz im privaten Bereich, beispielsweise zum Online-Banking oder Online-Einkauf. In den letzten Jahren stieg der Anteil der Seniorinnen und Senioren, die die Vorteile von Smartphones und anderen technischen Hilfsmitteln nutzen, stark an. „Durch digitale Hilfsmittel werden viele unserer alltäglichen Aufgaben erleichtert. Mit dem Wissen, diese richtig anzuwenden, erleichtern sie unsere Aufgaben und unterstützen dabei, sich Neues anzueignen sowie mit Familie und Bekannten besser in Kontakt zu bleiben. Insbesondere die Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie machten und machen das eindrucksvoll sichtbar.“, erläutert der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Dr. Josef Pühringer Vorteile des digitalen Fortschritts. 

 

OÖ Seniorenbund ist Partner für digitale Fitness 

Der OÖ Seniorenbund nimmt sich der Digitalisierung aufgrund der enormen Bedeutung des Themas in seiner Arbeit verstärkt an und möchte die Generation 60+ mit speziellen Angeboten am Weg in die digitale Zukunft begleiten und unterstützen. 

 

ABC-Smartphone-Kurse für Anfänger 

Um den Seniorinnen und Senioren beim Umgang mit dem Smartphone Starthilfe zu geben bietet der OÖ Seniorenbund in Kooperation mit dem Unternehmen emporia in den Ortsgruppen vor Ort eigene Smartphone-Kurse an. Die Handhabung und Bedienung eines Smartphones, die Orientierung am Smartphone sowie der Aufbau der Benutzeroberfläche, wie auch die Verwendung der einzelnen Funktionen werden dabei von geschulten Referenten ausführlich erklärt. 

 

ISA – Institut Sei Aktiv – die Bildungsinitiative des OÖ Seniorenbundes 

Das ISA-Kursangebot orientiert sich genau an den Bedürfnissen der Generation 60+. Die Angebote im Bereich EDV/digitale Kompetenzen werden nach nutzerorientierten Themenfeldern angeboten: allgemeine Grundkompetenzen, Kommunikation, Beschaffung, Archivierung, Unterhaltung, Ambient Assistent Living – intelligente Wohnumgebung. Es werden dabei Kurse für Anfänger und auch für Fortgeschrittene angeboten. 

 

Flächendeckende EDV-Stammtische und EDV-Treffs 

In vielen Ortsgruppen des OÖ Seniorenbundes werden regelmäßig sogenannte „EDV-Stammtische“ abgehalten, um die Generation 60+ fit für den digitalen Wandel zu machen. Auch Fragen zu Tablet und Smartphone werden dort behandelt. Dabei handelt es sich nicht um einen PC-Grundkurs – Ziel ist, begleitet von einem EDV-Stammtischleiter, in einem lockeren und praxisorientierten Umfeld verschiedene EDV-Themen zu behandeln, Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu lösen. Um allen Seniorinnen und Senioren in ganz Oberösterreich ein solches Angebot bieten zu können, wird versucht, diese EDV-Stammtische flächendeckend in allen Ortsgruppen zu installieren. 

 

Digitalisierung muss ein Angebot bleiben 

„Als Interessensvertretung der Seniorinnen und Senioren wollen wir explizit darauf hinweisen, dass es sich bei allen Neuerungen im Zuge der Digitalisierung um Angebote und keine Verpflichtungen handeln muss. Viele Personen, insbesondere ältere Menschen, haben aufgrund ihrer finanziellen Situation oder anderen Umständen nicht die Chance, die Möglichkeiten, die der digitale Wandel mit sich bringt, für sich zu nutzen.“, stellt Pühringer klar. Der OÖ Seniorenbund hat seine wesentlichen Aussagen und Forderungen zusammengefasst. 

1. Ansprechpersonen für digitale Angebote vor Ort in jeder Gemeinde 
Die oberösterreichischen Gemeinden entsenden ihre Mandatare sowohl in interne als auch externe Ausschüsse. Ähnlich eines Gemeindejugendreferenten soll es in Zukunft pro Gemeinde auch einen Referenten geben, der sich um das Thema der Digitalisierung annimmt und insbesondere der älteren Bevölkerung für Fragen zur Verfügung steht. 

2. Beibehaltung analoger Dokumente 
Auch wenn immer mehr Menschen die digitale Signatur und die elektronische Übermittlung von Dokumenten in Anspruch nehmen, muss zukünftig gewährleistet sein, dass nicht auf jene vergessen wird, die weder das Fachwissen noch die technischen Hilfsmittel dazu zur Verfügung haben. Dokumente von Ärzten, Behörden oder auch unverzichtbaren Dienstleistern wie Banken müssen auch weiterhin auf Wunsch in analoger Form ausgestellt werden können. 

3. Sicherheit im Internet forcieren – Internetkriminalität bekämpfen 
In den letzten zehn Jahren sind die Gesetzesverstoße – die in die Kategorie Cybercrime im weiteren Sinne fallen (Betrugsdelikte, Erpressungen und Drogenhandel im Internet) – von 4.223 auf über 29.000 gestiegen – also eine Versiebenfachung in wenigen Jahren. Das zeigt, dass die Kriminalität sich im Wandel befindet. Eine häufig betroffene Gruppe davon sind aufgrund mangelnder Kenntnisse die Seniorinnen und Senioren. Deshalb fordert der OÖ Seniorenbund eine Aufstockung der Mittel zur Bekämpfung der Internetkriminalität, sodass auch Seniorinnen und Senioren sich im Internet mit gutem Gewissen bewegen können. 

4. Breite Aufklärungsoffensive in Sachen Digitalisierung 
Viele Menschen sind sich nach wie vor nicht der Chancen im Zusammenhang mit der Digitalisierung bewusst. Der OÖ Seniorenbund fordert daher eine breite Aufklärungsoffensive, mit dem Ziel, dass vor allem bei den Seniorinnen und Senioren die Bewusstseinsbildung hinsichtlich der digitalen Hilfsmittel verstärkt wird. 

 

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