Gemeinschaftsräume bei Wohnbauförderung berücksichtigen

Wir fordern bei der Umsetzung von neuen Wohnbauprojekten, die finanzielle Unterstützung von Räumen in denen ein soziales Miteinander gefördert wird.

Im Zuge der Landesvorstandsklausur des OÖ Seniorenbundes wurde neben der Koordinierung der Jahresplanung zudem eine Stellungnahme zur Novelle des OÖ Wohnbauförderungsgesetzes 2021 erstellt, die eine Adaptierung der bestehenden Regelungen hinsichtlich des Baus von Gemeinschaftsräumen fordert.

Bei der Errichtung von Wohnbauten werden in Oberösterreich im Gegensatz zu anderen Bundesländern Gemeinschaftsräume bei der Wohnbauförderung aktuell nicht berücksichtigt. Der OÖ Seniorenbund mit Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner fordert deshalb bei der Umsetzung von neuen Wohnbauprojekten Räume, in denen ein soziales Miteinander gefördert wird, finanziell zu unterstützen. 

„Aktuell leben 33 Prozent aller über 65-Jährigen in Österreich alleine. Die Zahl der über 60-Jährigen wird in Oberösterreich in den nächsten 20 Jahren von 370.000 auf 510.000 ansteigen, jene der über 85-Jährigen wird sich gar vervierfachen. Neben der Pflege und den Pensionen wird es in Hinsicht auf diese Entwicklung auch im Bereich des Wohnens eine neue Herangehensweise brauchen.“, stellt Ebner klar.

„Der Wunsch nach Gemeinschaft ist im Menschen tief verankert. Vor allem für Seniorinnen und Senioren, die aufgrund verschiedenster Gründe in ihrem sozialen Leben eingeschränkt sind, ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben, in ihrer unmittelbaren Umgebung sich mit anderen Menschen auszutauschen. Gemeinschaftsräume sind Orte der Begegnung, die ein regelmäßiges Zusammenkommen ermöglichen. In den aktuellen Bestimmungen im Rahmen des Wohnbauförderungsgesetzes sind solche „Gemeinschaftsräume“ nicht als förderfähige Wohnfläche ausgewiesen, wodurch sie beim Bau nicht vorgesehen werden können.“, weist Landesobmann Pühringer auf den Wunsch nach Gemeinschaft der Seniorinnen und Senioren hin.

„Daher muss es für die Bauträger möglich und attraktiver werden, bei der Planung gemeinschaftsfördernde Räume miteinzuplanen und diese zu errichten. Als OÖ Seniorenbund schlagen wir vor, in Zukunft solche Gemeinschaftsräume in Generationen-wohnhäusern und anderen altersgerechten Wohnformen als förderfähige Wohnfläche zu deklarieren, um somit das Entstehen von Gemeinschaft und eine Bekämpfung der Vereinsamung – insbesondere älterer Menschen – zu ermöglichen.“, sehen Pühringer und Ebner eine Adaptierung der bestehenden Wohnbauförderung für zielführend.

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