Schneller Impfstart rettet täglich Menschenleben

Die Impfoffensive der über 80-Jährigen hat in Oberösterreich dazu beigetragen, dass die Mortalität im Zusammenhang mit Corona stark gesunken ist.

Seit Mitte Jänner wurden über 58.000 Personen in Oberösterreich geimpft, die meisten davon zählen zur Gruppe der über 80-Jährigen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern, wie der Steiermark, die erst kommenden Dienstag mit der breiten Impfung der über 80-Jährigen beginnen, wird der Unterschied hinsichtlich der Sterberate klar ersichtlich. Während Oberösterreich in der zweiten Kalenderwoche mit 48 Toten noch 13 Todesfälle mehr als die Steiermark zu beklagen hatte, waren es in der achten Kalenderwoche mit zehn Sterbefällen um 21 weniger als in dem Nachbarbundesland. Der eingeschlagene Weg des Landes Oberösterreich stellt sich damit als richtig heraus. 

Die Zahlen zeigen, dass es sich dabei um keine Momentaufnahme handle, sondern um einen konstanten Rückgang der Sterbefälle im Zusammenhang mit der Pandemie. Sowohl in absoluten wie auch relativen Zahlen ist diese Entwicklung zu vernehmen. 

Der bundesweite Vergleich zeigt ähnliche Ergebnisse. Lag die Zahl der an oder mit Corona verstorbenen Personen je 100.000 Einwohner und Woche zu Beginn des Jahres noch bei 3,2, so ist dieser Wert mittlerweile auf 0,7 gesunken. Nur Niederösterreich (0,6) und Vorarlberg (0,3) weisen eine noch niedrigere Sterberate vor. 

Der OÖ Seniorenbund sieht in der entschlossenen Vorgangsweise des Landes Oberösterreich, insbesondere des Gesundheitsreferats mit LH-Stv. Mag. Christine Haberlander, den Hauptgrund für das Sinken der Todesfälle. „Mit den begrenzten Ressourcen wurde gut gehaushaltet, die Impfstoffe an die richtigen Personengruppen verteilt. Uns ist bewusst, dass die Bundesregierung weiterhin alles Menschenmögliche unternehmen muss, um mehr Impfstoffe zu beschaffen. Das Land Oberösterreich hat seine Hausaufgaben gemacht!“, stellt der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Dr. Josef Pühringer klar. 

„Jeder Sterbefall ist einer zu viel! Deshalb muss der eingeschlagene Weg konsequent weitergegangen werden. Nach den über 80-Jährigen, die laut Plan bis Ende März ein entsprechendes Impfangebot erhalten, sollen schrittweise alle Personen über 75,70 und 65 Jahren folgen!“, so der Landesgeschäftsführer des OÖ Seniorenbundes Mag. Franz Ebner. 

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