Steigende Inflation und Nullzinspolitik

Steigende Inflation und Nullzinspolitik fressen die Geldreserven der kleinen Sparer auf!

Die auf einem 10-Jahres-Hoch befindliche Inflation sowie die vorherrschende Nullzinspolitik verringern die Kaufkraft vieler Seniorinnen und Senioren. Der OÖ Seniorenbund mit Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Mag. Franz Ebner sieht darin eine brutale, schleichende Enteignung der kleinen Sparer. „Während diejenigen, die ihr Geld in Immobilien oder Sondersparformen anlegen, satte Gewinne einfahren, verlieren die Ersparnisse der kleinen Sparer stetig an Wert. Insbesondere die Seniorinnen und Senioren, die sich jahrzehntelang mühsam Reserven angelegt haben, sind dabei die großen Verlierer, denn sie brauchen das Geld oft kurzfristig für kleinere Investitionen und können daher keine speziellen Sparformen in Anspruch nehmen .“, stellt Pühringer fest.

Im September lag die Teuerung mit 3,3 Prozent auf dem höchsten Wert seit November 2011, damit wurde die ohnehin hohe Inflationsrate von August nochmals um 0,1 Prozentpunkte übertroffen. Die Verkehrs- und Wohnkosten sind dabei die stärksten Preistreiber. „Insbesondere jene Ausgabenposten, die für die Generation 60+ wenig Einsparungspotential bieten, sind in den vergangenen Monaten aufgrund der Inflationsrate enorm angestiegen. Viele Seniorinnen und Senioren mussten daher auf ihre eisernen Reserven zurückgreifen, um die monatlichen Kosten abdecken zu können“, weist Ebner auf die Teuerungsrate in den einzelnen Bereichen hin.

Durch die anhaltende Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank verschärfe sich das Problem zusehends. „Die aktuelle Zinspolitik ist eine Vermögenssteuer der kleinen Sparer. Natürlich ist es schön für große Investoren, wenn sie für Anschaffungen im großen Stil billige Kredite erhalten. Auch für verschuldete Länder und Gemeinden in Europa ist diese Form der Zins-Politik eine relativ einfache Entschuldung ihrer Budgets. Das alles darf aber nicht auf den Schultern der kleinen Sparer geschehen. Wer sich vor zehn Jahren 20.000 Euro auf die hohe Kante gelegt hat, hat mittlerweile aufgrund der jährlichen Inflationsrate mehr als 4.000 Euro verloren. Die unfaire Finanzpolitik der letzten Jahre muss nun endlich ein Ende haben!“, bekräftigt der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes seine Forderung nach Beendigung der Null-Zins-Politik anlässlich des heutigen Weltspartages.

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