Der OÖ Seniorenbund hat sich eingehend mit der Betreuungsarchitektur 2040 für Oberösterreich, in die auch die Seniorenorganisationen eingebunden waren, beschäftigt und begrüßt diese.
„Angesichts der demografischen Entwicklung ist es wichtig, heute die richtigen Rahmenbedingungen für morgen zu schaffen. Die Betreuungsarchitektur ist ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit für ältere Menschen auch in Zukunft gewährleisten zu können“, betont Seniorenbund Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer.
Besonders begrüßt der OÖ Seniorenbund unter anderem die Stärkung der Eigenvorsorge, damit Menschen möglichst lange zu Hause bleiben können, die Unterstützung und Entlastung betreuender Angehöriger, die Weiterentwicklung der mobilen Dienste sowie die Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien.
Nicht nachvollziehen kann der OÖ Seniorenbund die Kritik des Pensionistenverbandes an der Einbindung der Ehrenamtlichen bzw. den sogenannten „sorgenden Gemeinschaften“.
„Ehrenamtliches Engagement ist freiwillig und lebt von der Bereitschaft der Menschen, sich einzubringen. Schon heute werden die meisten Pflegebedürftigen von jüngeren Pensionistinnen und Pensionisten betreut, und ohne die vielen engagierten Seniorinnen und Senioren würde unser Betreuungs- und Pflegesystem nicht funktionieren“, so Pühringer.
Künftig werde es mehr hochbetagte Menschen und damit auch mehr Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf geben. Gleichzeitig gehen jetzt viele Menschen der Babyboomer-Generation in Pension.
Es gehe Landesrat Dr. Christian Dörfel nicht um eine Zwangsrekrutierung, sondern um zivilgesellschaftliches Engagement. Dass dieses Engagement nun in der Betreuungsarchitektur festgehalten wird, entspreche der Realität und sei auch als Wertschätzung für die vielen engagierten Seniorinnen und Senioren zu sehen, so Pühringer. Schließlich wisse man, dass es der Wunsch von rund 90 Prozent der Menschen sei, zu Hause in der vertrauten Umgebung alt zu werden.
Aus diesem Grund sind dem OÖ Seniorenbund ergänzend folgende Punkte besonders wichtig:
- Bessere Förderung der 24-Stunden-Betreuung durch eine Erhöhung und jährliche Valorisierung der Einkommensgrenze für die Förderung sowie der Förderung selbst
- Ausbau und Leistbarkeit von Tagesbetreuungsangeboten und Kurzzeitpflegeplätzen
- Freie Wahl des Alten- und Pflegeheims unabhängig von Bezirksgrenzen
